Freudentränen flossen bei der Nationalhymne

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Alexander Doskotz/Svetlana Doskotz-Isupova
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Mit einem Feld von 70 gestarteten Paaren befand sich die Anzahl der Teilnehmer beim Turnier der GOC-Open in der Klasse der Senioren II Latein in der selben Größenordnung wie in den vergangenen drei Jahren. Paare aus 16 Nationen, darunter auch aus Kanada, USA und Japan stellten sich dem Urteil der elfköpfigen internationalen Jury. In diesem Jahr sah man viele bekannte Gesichter, aber auch einige interessante „Neulinge“, die in diese Altersklasse „reingewachsen“ sind.

Sieben Paare aus dem Semifinale waren auch im vergangenen Jahr unter den letzen dreizehn Teilnehmern der Vorschlussrunde vertreten. Genau wie 2015 waren zu diesem Zeitpunkt noch fünf DTV-Paare im Rennen. Rolf und Iris Pernat wiederholten ihren Erfolg vom vergangenen Jahr und wurden Zwölfte.

Aus deutscher Sicht erfreulich konnten sich Thomas Schlehufer/Natalie Pickhaus-Jonscher aus Dortmund in ihrer noch jungen gemeinsamen Tanzkarriere, die erst Anfang diesen Jahres begann, im internationalen Ranking weiter nach Vorne arbeiten und teilten sich den 9.-10. Rang mit Achim Hobl/Kerstin Hahn, die bereits im Vorjahr dabei waren und ihre Position um einen Rang verbesserten. Flavio Lodigiani/Patricia Patt aus der Schweiz waren im dritten Jahr in Folge unter den besten Zwölf in Stuttgart und wurden Achte. Als Newcomer in dieser Altersklasse gelang es Dirk und Fabienne Regitz (Weinheim), die auch in den Standardtänzen antraten, bis auf den Anschlussplatz zum Finale vorzudringen. Nur drei Kreuzchen trennten sie vom Finale.

Groß war der Jubel in der deutschen Fanecke, als Alexander Doskotz/Svetlana Doskotz-Isupova aus Bielefeld zum Finale aufgerufen wurden. Die zweitplatzierten des Deutschlandpokals der Senioren II Latein 2016 sind in diesem Jahr das erste Mal dabei und erreichten als einziges Paar ohne Sternchen die Endrunde. Mit einem vierten Rang in Rumba, Platz fünf in Paso Doble und Jive, sowie Platz sechs in Samba und Cha Cha ertanzten sie sich mit nur einer Platzziffer Unterschied den sechsten Platz. Eine wahre Herausforderung für jeden westeuropäischen Turnierleiter ist die namentliche Vorstellung von Francisco Javier Otamendi Fenandez/ Lourdes Dominguez Guilera aus Spanien. Sie traten in diesem Jahr vier Wochen vor der GOC in Wuppertal bei der danceComp an (Rang zwei) und freuten sich in diesem hochkarätigen Feld über den fünften Platz. Bei der vierten Teilnahme in Folge bei den German Open in Stuttgart gelang Oleg Eskov/Julia Mikhina der große Sprung ins Finale. Nachdem sie in den drei Jahren davor immer bis in das Semifinale vorgedrungen waren und zuletzt 2015 auf dem Anschlussplatz lagen, war die Freude über den vierten Platz groß.

Weniger Grund zum Jubeln gab es für Frantisek Beres/Miriam Beresova aus der Slowakei, die als amtierende Vizeweltmeister der Senioren II Latein mit vier dritten Plätzen und Rang zwei im Jive gleich von 2 Paare, die im Finale der WM deutlich hinter ihnen lagen, geschlagen wurden. Silber ging an Roberto Hernandez/Beatriz Perez (Spanien) die im Jive Dritte und in allen anderen vier Tänzen Zweite wurden. Damit konnten die Fünften der WM ihre Erfolgsbilanz, denn sie gewannen das WDSF Open Turnier der dance Comp Wuppertal, weiter fortsetzen. Völlig überwältigt vor Freude waren Anna und Sergey Makarenko aus Russland über ihren Sieg. Hochverdient gewannen sie alle fünf Tänze und konnten ihr Glück kaum fassen. Tränen flossen bei der sonst eher introvertiert wirkenden Anna, als die russische Hymne zu Ehren des Siegerpaares gespielt wurde. Sie haben Anfang 2016 in der Klasse der Senioren II Latein gewechselt und wurden bei der WM im Juni 2016 Vierte. Ihr GOC-Sieg ist in der internationalen Rangliste einen wichtiger Schritt nach oben.